Zwischen dem Regen

Kurz nach einem Regenschauer atmet der Garten besonders heftig. Ich liebe es, durch das nasse Grün zu streifen und die Tropfen an den Blättern, auf den Steinen, an den Wänden, auf dem Tisch zu beobachten. So unterschiedlich geformt, geben sie der Pflanzenstruktur oder der Tischoberfläche eine neue Designidee. Flüchtig im Wesen, grazil in der Anmutung, konzentriert […]

Botanische Horizonte

Während der gemeine Gärtner seine Gemüseerträge pro Quadratmeter angibt, rechnen Niklas Weisel und Philipp Förster in Schnurmetern. Daraus ergeben sich dann Sätze, wie: „Ein halbes Kilogramm Salat kann man ungefähr aus einem Meter Schnur ernten.“

plasticus berlinensis

Botanischer Garten Berlin Dahlem. Eigentlich will ich mit Herrn Grünspan Pflanzen gucken. Pflanzen im Winter. Das ist doppelt schön. Einerseits sind da wenige Menschen und man hat den Garten fast für sich allein – andererseits bekommt man ein Gefühl für Pflanzenstrukturen. Wie sieht eine Pflanze aus, wenn sie blattlos ist?

Meisen verspeisen Miniermotten – neuerdings

  Naturgespräche bei einem Geburtstagsbrunch. Dort erzählt mir jemand, dass Meisen neuerdings Miniermotten fressen. Ein paar Jahre hat es gedauert, aber nun haben die Meisen als erste Vögel die Miniermotte als essbare Köstlichkeit entdeckt. Ein Segen für die Kastanienbäume, denn die Motte, die ursprünglich in abgelegenen Bergschluchten isoliert vor sich hinlebte, war durch Straßenbauarbeiten quasi befreit […]

Kinderfragen an eine Pflanze

Im Botanischen Garten Tower Hill in Massachusetts haben Kinder Fragen an Pflanzen formuliert, die so verblüffend und poetisch sind, dass ich sie gern in die Welt hinaus schicke. Gemischt sind die Fragen mit Impressionen aus dem Neustadtgarten.

Farbrausch im Blattwerk

Seltsam. Eine Frostnacht Anfang Oktober bringt die Kürbisblätter um und beschert doch gleichzeitig diesen fantastischen Farbrausch der Laubblätter. Für solch einen Herbst braucht es  eine möglichst große Temperaturspanne zwischen sonnigen warmen Herbsttagen und eiskalter Nacht – eine Nacht reicht schon. Diese eine Nacht fungiert quasi als Initialzündung für den Chlorophyllabbau im Blatt.

Intermezzo Wildblumenwiese

Vor acht Wochen habe ich die Samen über die Erde gestreut, mittlerweile ist die Wiese grün und fett geworden. An manchen Stellen sogar bunt. Damit sich einjährige Unkräuter nicht ausbreiten, soll die Wiese nach acht Wochen gemäht werden. Die acht Wochen waren gestern um.